Konkret einigten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber zusätzlich zum gültigen Tarifabschluss unter anderem auf Corona-Beihilfen: In diesem Jahr gibt es 600 Euro für die Beschäftigten, im kommenden Jahr kommen noch einmal 500 Euro dazu. Außerdem seien "zusätzliche Mittel" für die Mobilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereitgestellt worden. Zudem wurde vereinbart, die geltenden Entgeltstrukturen künftig auf den Prüfstand zu stellen.
Die Regelungen kommen in den Bahnbetrieben zur Anwendung, in denen die EVG die Mehrheit der Mitarbeitenden organisiert.
Eigentlich hatten sich EVG und Bahn schon im September 2020 auf einen Tarifvertrag geeinigt und unter anderem 1,5 Prozent mehr Lohn vereinbart - das gilt weiterhin. Mit der Lokführergewerkschaft GDL, die ihre Forderungen mit mehreren Streiks untermauerte, gelang der Bahn im September dieses Jahres eine Einigung. Daraufhin trat die EVG in Nachverhandlungen mit der Bahn ein.
Wer nun beide Abschlüsse miteinander vergleiche, werde "kaum Unterschiede feststellen", erklärte die EVG. "Uns war und ist es wichtig, dass es keine Spaltung innerhalb der Eisenbahnerfamilie gibt." Das sei erreicht worden.
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