Gegen US-Open-Champion Medwedew kann Zverev in seiner zweiten Partie beim Saisonfinale der acht Jahresbesten einen riesigen Schritt Richtung Halbfinale machen. Zwar ist die Bilanz der beiden mit 5:5-Siegen ausgeglichen, doch die vergangenen vier Duelle mit dem Russen hat Zverev verloren - zuletzt erst Anfang November im Halbfinale des Masters in Paris. Er wolle alles dafür tun, "um gut zu spielen und zu gewinnen", sagte der Hamburger: "Hoffentlich gelingt mir das."
Zur optimalen Vorbereitung legte Zverev sogar noch eine kleine Nachtschicht ein, nachdem Wimbledonfinalist Berrettini beim Stand von 7:6 (9:7), 1:0 aus Sicht der deutschen Nummer eins wegen einer Bauchmuskelverletzung aufgeben musste. Mit seinem Bruder Mischa schlug Zverev kurz vor Mitternacht noch ein paar Bälle auf dem Centre Court. Dieser sei "extrem viel schneller als die Trainingsplätze", erklärte der Weltranglistendritte: "Deshalb wollte ich einfach meinen Rhythmus auf dem Centre Court ein bisschen besser finden."
Überlagert wurde für Zverev aber alles vom Mitgefühl für Berrettini. "Wir spielen in Italien, er hat sich auf das Event ein ganzes Jahr lang gefreut", sagte er: "Und jetzt ist es nach einem Satz vorbei. Das ist ein Scheiß-Gefühl, um ehrlich zu sein."
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