Wie in einem solchen Fall vorgesehen, wurde im Umkreis des Betriebes eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometer eingerichtet, außerdem eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometer um den Ausbruchsbetrieb. Dessen Gebäude und Einrichtungen dürfen nur noch mit Schutzkleidung betreten werden. Alle rund 19.000 dort gehaltenen Puten sollen getötet und sicher entsorgt werden.
"Seit im Oktober die Seuche wieder verstärkt bei Wildvögeln und auch in Nutzgeflügelbeständen in den benachbarten Bundesländern und europaweit aufgetreten ist, sind wir in Alarmbereitschaft", erklärte Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Die Ursache für die Infektion in Märkisch-Oderland sei bislang noch unklar, "die notwendigen Ermittlungen sind eingeleitet". Das Veterinäramt des Landkreises werde dabei vom Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes unterstützt.
Das Geflügelpestvirus war zuvor in diesem Herbst und Winter bereits bei Wildvögeln und in zwei Kleinstbeständen in Brandenburg nachgewiesen worden. Das FLI schätzte die Gefahr weiterer Einträge des Virus den Ministeriumsangaben zufolge als hoch ein. Im vergangenen Herbst und Winter waren in Brandenburg elf Ausbrüche in Geflügelbeständen verzeichnet worden. Insgesamt mussten damals rund 159.000 Tiere getötet werden.
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