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"Kidflix" zerschlagen: 1,8 Millionen Nutzer im Visier der Ermittler- Perversion ohne Grenzen!

Bayerische Ermittler haben nach dreijähriger Arbeit eine gigantische Kinderpornoplattform im Darknet abgeschaltet. "Kidflix" hatte weltweit 1,8 Millionen Nutzer. 38 Staaten beteiligten sich an der Operation.

Eine der größten Kinderpornoplattformen im Darknet ist von Ermittlern zerschlagen worden. Die bayerischen Behörden und internationale Partner führten einen groß angelegten Schlag gegen "Kidflix" durch, eine Streamingplattform mit 1,8 Millionen registrierten Nutzern. 38 Staaten beteiligten sich an der Aktion, die als größte Operation dieser Art in der Geschichte von Europol gilt.

Die Plattform bot über 91.000 Missbrauchsvideos an, täglich wurden durchschnittlich dreieinhalb neue Inhalte hochgeladen. Nutzer bezahlten mit Kryptowährungen und luden teilweise selbst Material hoch. Trotz der erfolgreichen Abschaltung des Servers am 11. März mit Hilfe niederländischer Behörden bleibt der Betreiber vorerst unbekannt.

"Es geht um vorstellbare und leider auch unvorstellbare schreckliche Missbrauchshandlungen an Kindern, an Kleinstkindern, ja sogar an Babys, die in hochauflösender Qualität im Film zur Verfügung gestellt werden", erklärte Guido Limmer, Vizepräsident des bayerischen LKA. Der Schutz der Kinder hatte höchste Priorität. In 96 Fällen konnten Ermittler unmittelbar eingreifen, in zwölf Fällen laufenden Missbrauch verhindern.

Die Verdächtigen sind zwischen 20 und 40 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei 31 Jahren. Der älteste Verdächtige wurde 1948 geboren, der jüngste 2006. "Bei einem erheblichen Anteil handelt es sich nicht um Gelegenheitstäter, sondern um Menschen, die sich schon lange im Darknet aufgehalten haben", sagte Thomas Goger, leitender Oberstaatsanwalt aus Bamberg. In Deutschland wurden 96 Durchsuchungen durchgeführt, 103 Verdächtige stehen im Fokus der Ermittlungen.

Die bayerische Regierung lobte die Operation. Innenminister Joachim Herrmann erklärte, man sende mit der Durchsuchungsaktion ein "wichtiges Zeichen" gegen Kinderpornografie. Justizminister Georg Eisenreich betonte, dass sich Täter im Netz "niemals sicher fühlen dürfen". Die Ermittlungen laufen weiter, mit dem klaren Ziel, den Betreiber zur Verantwortung zu ziehen.

OZD / ©AFP

 


Alle Angaben ohne Gewähr. 

Titelbild:  AFP