Das Gericht in Lyon sprach die 30-jährige Angeklagte am Donnerstag der Folter mit Todesfolge schuldig. Die Frau hatte die Tat während des Verfahrens gestanden, jedoch bestritten, das elf Monate alte Mädchen absichtlich töten zu wollen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine 30-jährige Haftstrafe wegen Mordes gefordert.
Vor Gericht gab die Angeklagte an: "Ich war mir nicht bewusst, was geschah. Ich kann es immer noch nicht glauben, was ich getan habe." Zudem bat sie die Familie des verstorbenen Kindes um Verzeihung. Ermittlungen ergaben, dass sie durch das Weinen des Kindes überfordert war und es zum Schweigen bringen wollte.
Die frühere Leiterin der Kita räumte ein, bei der Einstellung der wenig erfahrenen Betreuerin einen Fehler gemacht zu haben. Der Fall löste in Frankreich große Bestürzung aus und führte zu einer Debatte über private Betreuungsangebote.
OZD/AFP
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