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Autozölle: Kanada kontert mit 25-Prozent-Abgabe auf US-Importe

Die Maßnahme betrifft alle Fahrzeuge, die nicht unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA von 2020 fallen.

Kanada reagiert mit harten Gegenzöllen auf die US-Handelspolitik: Premierminister Mark Carney gab bekannt, dass auf bestimmte Autoimporte aus den USA ab sofort ein Zollsatz von 25 Prozent erhoben wird. Die Maßnahme betrifft alle Fahrzeuge, die nicht unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA von 2020 fallen. Hintergrund ist die Entscheidung der US-Regierung, Kanada und Mexiko ebenfalls mit Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent zu belegen.

Betroffen sind etwa zehn Prozent der kanadischen Autoimporte aus den USA, das entspricht rund 67.000 Fahrzeugen pro Jahr. Carney zeigte sich enttäuscht über die Eskalation: "Trumps Handelskrieg wird die Weltwirtschaft zerreißen." Kanada habe sich seit dem Zweiten Weltkrieg auf das globale Handelssystem verlassen, doch dies sei nun Geschichte, so der Premierminister.

Die neuen US-Zölle wurden von Donald Trump per Dekret Anfang Februar beschlossen. Er begründete die Maßnahmen mit angeblich unzureichenden Anstrengungen Kanadas und Mexikos im Kampf gegen den Drogenschmuggel und irreguläre Migration in die USA. Nach wochenlangen Diskussionen und Unsicherheiten traten die Importaufschläge von 25 Prozent auf viele kanadische Waren im März in Kraft.

Kanadas Reaktion zeigt, dass der Handelskonflikt zwischen den beiden Nachbarstaaten weiter eskaliert. Experten warnen vor schweren wirtschaftlichen Folgen für die nordamerikanische Autoindustrie, die stark vernetzt ist.                                                   

OZD / ©AFP



Alle Angaben ohne Gewähr.

Titelbild:  AFP