Das berichten mehrere Medien, doch von offizieller Seite gibt es keine Bestätigung. Max Eberl, Sportvorstand der Münchner, ließ die Tür zumindest formal offen: „Wir diskutieren alle Szenarien.“ Doch zwischen den Zeilen klingt es eher nach einem schrittweisen Ende als nach einem offenen Rennen um Müllers Zukunft.
Dass der Verein bislang nichts bestätigt hat, überrascht Eberl angeblich selbst. Doch die Gerüchte halten sich hartnäckig: Kein neuer Vertrag, stattdessen eine Trennung zum Saisonende – das soll längst beschlossene Sache sein. Offiziell betont Eberl nur, dass man mit Müller „in aller Ruhe reden“ wolle. Eine diplomatische Formulierung, die nach Schadensbegrenzung klingt.
Dabei ist die Frage berechtigt: Hat Müller sportlich überhaupt noch eine Rolle im Kader? Oder überwiegt der nostalgische Gedanke an eine Vereinslegende? Eberl umgeht eine klare Antwort und verweist auf die Komplexität der Kaderplanung. Doch in Wahrheit spricht wenig für eine langfristige Perspektive: Müllers Spielzeit hat sich unter Tuchel verringert, sein Einfluss auf dem Platz ist nicht mehr der gleiche wie in den goldenen Jahren.
Die Art und Weise, wie dieses Kapitel zu Ende geht, dürfte vielen Fans jedoch bitter aufstoßen. Müller ist nicht irgendein Spieler – er verkörpert Bayern wie kaum ein anderer. Ein schleichender Abschied ohne große Geste? Das würde kaum zu ihm und schon gar nicht zum Selbstverständnis des Klubs passen.
OZD/SID
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