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Musiala-Schock trübt Bayern-Sieg in Augsburg

Ein Sieg mit Nachgeschmack – und ganz, ganz vielen Fragezeichen.

Was für ein emotionaler Abend in Augsburg: Der FC Bayern nimmt zwar mit einem 3:1-Erfolg gegen den FCA drei ganz wichtige Punkte im Meisterrennen mit – doch der Sieg fühlt sich trotz allem nicht wie ein voller Triumph an. Der Grund? Jamal Musiala! Der Zauberfuß, der Hoffnungsträger, der Lichtblick im offensiv zuletzt oft ideenlosen Bayern-Spiel – verletzt raus, in der 54. Minute, mit schmerzverzerrtem Gesicht und gestütztem Gang vom Platz. Das tut weh. Nicht nur sportlich. Auch emotional.

Musiala hatte das Spiel mit seinem Ausgleich noch selbst in die richtige Bahn gelenkt – elegant, technisch fein, nervenstark. Und dann das: Muskelverletzung im Oberschenkel, Diagnose noch offen, aber der Champions-League-Kracher gegen Inter Mailand rückt in weite Ferne. Ausgerechnet jetzt, wo Bayern mit einem prall gefüllten Lazarett ohnehin schon am Limit operiert.

Trotzdem: Respekt an das Team, das sich gegen formstarke Augsburger nicht hat beirren lassen. Sané stark, Kane wie so oft eiskalt – nach Zesigers Platzverweis war das Spiel gekippt. Auch Thomas Müller, gerade selbst im medialen Sturm, ging voran. Mentalitätsmonster bleibt Mentalitätsmonster.

Und doch liegt über allem ein Schleier aus Sorge. Musiala, der in dieser Saison immer wieder Licht ins Münchner Spiel gebracht hat, könnte im wichtigsten Saisonmoment fehlen. Jetzt muss Trainer Vincent Kompany Lösungen finden – nicht nur taktisch, sondern auch emotional.

OZD/SID


Alle Angaben ohne Gewähr.

Bild: SID