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Im neuesten internationalen Handelsstreit hat die EU klare Worte gegenüber den USA gefunden. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic ließ am Freitag keinen Zweifel daran, dass die von US-Präsident Donald Trump verhängten neuen Einfuhrzölle „ungerechtfertigt“ und „schädlich“ sind. In einem „ehrlichen“ und zweistündigen Telefonat mit den US-Handelsministern Howard Lutnick und Jamieson Greer brachte Sefcovic deutlich zum Ausdruck, dass die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA dringend einer neuen Herangehensweise bedürfen.
Während die EU weiterhin für „sinnvolle Verhandlungen“ offen ist, stellte Sefcovic auch klar, dass die EU bereit sei, ihre eigenen Interessen zu verteidigen. Trumps Zölle, die am kommenden Mittwoch in Kraft treten sollen, treffen praktisch alle Produkte und Dienstleistungen aus der EU mit einem 20-prozentigen Aufschlag, was zu massiven Kursverlusten an den Börsen geführt hat. Trumps Ziel, die US-Handelsbilanz zugunsten Amerikas zu verändern, sorgt weltweit für Kritik. ozd/afp
OZD-Kommentar:
Wieder einmal stehen die Vereinigten Staaten im Mittelpunkt eines international aufgeladenen Handelskonflikts, dessen wahre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft längst spürbar sind. US-Präsident Donald Trump ist bekannt dafür, mit seiner protektionistischen Haltung die Weltwirtschaft ins Wanken zu bringen – und jetzt verschärft er den Druck auf Europa.
Doch während Trump an seinen Zöllen festhält, ist es die EU, die nun den schmalen Grat zwischen diplomatischer Zurückhaltung und entschiedenem Widerstand zu gehen hat. Die Zölle treffen nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das Vertrauen in die Verlässlichkeit von Handelsbeziehungen. Sefcovic' klare Worte sind der richtige Schritt, doch das Spannungsfeld ist brüchig – und der EU bleibt nicht viel Zeit, um die Schäden zu begrenzen.
OZD-Analyse:
1. Die USA unter Trump und ihre Handelsstrategie:
Trump verfolgt eine isolierte Handelspolitik, die auf der Theorie basiert, dass die USA mehr Zugeständnisse in Handelsabkommen machen sollten, um die Handelsbilanz zu verbessern.Die hohen Zölle sind Teil eines „America First“-Ansatzes, der die US-Industrie stärken soll, während internationale Partner wie die EU und China als unfaire Akteure dargestellt werden.
2. Die EU als Antwort auf Trumps Zölle:
Die EU, insbesondere über Sefcovic, stellt sich den US-Zöllen entschieden entgegen und fordert faire Verhandlungen, um die Handelsbeziehungen langfristig stabil zu halten.Ein großes Thema bleibt die Frage, wie die EU auf diese einseitigen Maßnahmen reagieren wird – ob durch weitere Verhandlungen oder durch eigene Zölle.
3. Wirtschaftliche und politische Auswirkungen:
Auf wirtschaftlicher Ebene könnten Trumps Zölle die globalen Märkte weiter destabilisieren und zu einem Rückgang des Welthandels führen.Politisch könnte dies zu einer weiteren Isolierung der USA führen, während die EU als Block geschlossen auftreten könnte, um ihre Position zu verteidigen.
Erklärungen:
Was sind Einfuhrzölle? Einfuhrzölle sind Steuern, die auf importierte Waren erhoben werden, um den inländischen Markt vor ausländischer Konkurrenz zu schützen und um Einnahmen für den Staat zu erzielen.
Was bedeutet „America First“? „America First“ ist ein politisches Motto, das während der Präsidentschaft von Donald Trump an Bedeutung gewann. Es steht für die Priorisierung der amerikanischen Interessen in internationalen Beziehungen und Handelsabkommen.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
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