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VfB Stuttgart zündet den Turbo – Bochum taumelt Richtung Abgrund

Was für ein Kontrastprogramm! Während der VfB Stuttgart nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale seinen Rückenwind perfekt nutzt und endlich auch in der Liga wieder dreifach punktet, versinkt der VfL Bochum nach dem 0:4 (0:2) im eigenen Stadion im Abstiegssumpf.

Die Schwaben spielten mit Selbstbewusstsein und Effizienz – Bochum dagegen wie ein Team, das den Ernst der Lage komplett verkennt.

Stuttgart trifft, Bochum zittert – und schweigt

VfB-Coach Sebastian Hoeneß hatte es vor dem Spiel auf den Punkt gebracht: „Wir wollen den Schwung aus dem Pokal mitnehmen.“ Gesagt, getan. Schon nach elf Minuten stand es 2:0 für die Gäste. Jeff Chabot (8.) und ein eiskalter Ermedin Demirovic (11.) nutzten die kollektive Tiefschlafphase der Bochumer Hintermannschaft gnadenlos aus.

Während Stuttgart mit breiter Brust aufspielte, konnte Bochum-Coach Dieter Hecking nur regungslos beobachten, wie sein Team völlig von der Rolle war. Die Fans an der Castroper Straße pfiffen – zu Recht, denn von Kampf, Leidenschaft oder gar einem Plan war nichts zu sehen. „Das war das schlechteste Spiel seit Monaten“, brachte es Keeper Timo Horn auf den Punkt.

Demirovic in Galaform – Bochum zerfällt

Nach der Pause dasselbe Bild: Stuttgart dominant, Bochum passiv. Wieder war es Demirovic (48.), der die schläfrige Abwehr überrannte – sein zwölftes Saisontor, und es sollte nicht das letzte bleiben. In der 85. Minute schnürte er den Dreierpack – und sorgte dafür, dass zahlreiche Bochumer Fans vorzeitig das Weite suchten.

Der VfB, durch Sperren zu zahlreichen Umstellungen gezwungen, zeigte sich taktisch flexibel und mental hellwach. Fabian Rieder traf sogar noch den Pfosten – es hätte also noch schlimmer kommen können für den VfL.

Ein Team auf der Überholspur, das andere im freien Fall

Stuttgart sendet mit diesem Sieg ein klares Signal: Die Mannschaft will nicht nur im Pokalfinale glänzen, sondern auch in der Bundesliga wieder angreifen. Bochum hingegen verliert immer mehr den Boden unter den Füßen. Nach vier Pleiten in fünf Spielen schrillen die Alarmglocken lauter denn je.

Heckings Wirkung verpufft zusehends – und das rettende Ufer rückt mit solch blutleeren Auftritten in weite Ferne. Stuttgart dagegen? Hat die Wende geschafft – und jetzt vielleicht sogar Lust auf mehr als nur Pokaleuphorie.

Spannung, Emotionen und zwei Welten, die aufeinanderprallen – ein Spiel mit Signalwirkung.

OZD/SID


Alle Angaben ohne Gewähr.

Bild: SID