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Trump versus Musk – Zwei Visionen für den Welthandel?

Donald Trump und Elon Musk vertreten diametral entgegengesetzte Ansichten zur internationalen Handelspolitik – während Trump auf protektionistische Maßnahmen setzt, plädiert Musk für mehr wirtschaftliche Offenheit durch eine transatlantische Freihandelszone.

Donald Trump verfolgt eine klare America-First-Strategie, bei der er Einfuhrzölle als Mittel einsetzt, um das Handelsdefizit der USA zu verringern und die heimische Wirtschaft zu stärken. Die von ihm verhängten 20-Prozent-Zölle auf EU-Produkte sind Ausdruck dieser Haltung. Trump sieht in der globalisierten Handelsordnung eine Benachteiligung der USA und agiert dementsprechend konfrontativ gegenüber internationalen Partnern.

Elon Musk hingegen geht einen völlig anderen Weg. Der Unternehmer, der weltweit agierende Firmen wie Tesla und SpaceX führt, denkt in globalen Kategorien. Er sprach sich jüngst in einer Videobotschaft an die italienische Partei Lega für die Schaffung einer Freihandelszone zwischen Nordamerika und Europa aus – und das just in einem Moment, in dem Trump den globalen Handel mit Zöllen belastet. Musk plädiert für eine Null-Zoll-Situation, die wirtschaftlichen Austausch fördern und Handelshemmnisse abbauen soll.

Diese Differenz lässt sich auch durch ihre jeweiligen Rollen erklären: Trump agiert als Politiker mit nationalen Interessen, Musk als Unternehmer mit globalen Märkten. Während Trump auf kurzfristigen Schutz durch Handelsbarrieren setzt, denkt Musk langfristig in Chancen für Wachstum durch Kooperation. Auch die Reaktion der Märkte spricht eine deutliche Sprache: Trumps Zollpolitik führte zu weltweiten Kursverlusten – ein Indiz dafür, dass Investoren eher auf offene Märkte setzen.

Schlussfolgerung
Trump und Musk stehen exemplarisch für zwei unterschiedliche wirtschaftspolitische Denkschulen: Protektionismus vs. Freihandel. Die einen sehen im Schutz der eigenen Märkte den Weg zur Stärkung der nationalen Wirtschaft, die anderen in der Vernetzung mit Partnern eine Chance auf Innovation und Wachstum. In einer zunehmend globalisierten Welt scheint Musks Ansatz nicht nur wirtschaftlich nachhaltiger, sondern auch politisch verbindender zu sein.

OZD/AFP


Alle Angaben ohne Gewähr.

Bild: AFP