Was für ein Fußballabend in Köln! In einem Duell voller Tradition, Leidenschaft und einer Prise Dramatik zieht der 1. FC Köln im Aufstiegskampf gegen Hertha BSC den Kürzeren – und das durch ein echtes Traumtor von Fabian Reese, das sich direkt ins Herz der Berliner Fans brennt.
Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, da zündete Reese den Turbo, zog von rechts in die Mitte und schlenzte das Leder mit links ins lange Eck – ein Schuss wie gemalt, unhaltbar, magisch! FC-Keeper Marvin Schwäbe konnte nur noch hinterherblicken, kommentierte später mit Galgenhumor: „Als der Ball vom Fuß weg ist, wusste ich schon, dass es auf jeden Fall nichts mehr für mich wird.“ Und Reese? Der grinste nur und sagte trocken: „Der passte ganz gut.“ Understatement pur – bei so viel Zauberfuß!
Für die Berliner ist es der dritte Sieg in Serie – ein klarer Befreiungsschlag in Richtung gesichertes Tabellenmittelfeld. Bei Köln hingegen brodelt es. Zwar wollte Geschäftsführer Christian Keller nichts von einem „fetten Rückschlag“ wissen, doch die verpasste Chance, wieder an die Tabellenspitze zu springen, schmerzt. Und wie.
Dabei begann alles recht verheißungsvoll: Chancen auf beiden Seiten, viel Tempo, viel Kampf. Winkler hätte Hertha früh in Führung bringen müssen, Martel auf der anderen Seite setzte ein Lebenszeichen – aber richtig zwingend war das alles nicht. Erst Reese brachte die Magie, den Unterschied, den Gänsehaut-Moment.
Nach dem 0:1 rannte Köln an, warf alles nach vorne – doch Waldschmidt und Lemperle vergaben aussichtsreiche Chancen, während Schwäbe später noch einmal gegen Winkler retten musste. Die Uhr tickte, der Druck stieg – doch Hertha hielt dagegen, mit Herz, mit Mut, mit Cleverness.
Und so bleibt am Ende die Erkenntnis: In einem Spiel, das die Emotionen hochkochen ließ, hatte Berlin den Moment – und Köln nur das Nachsehen. Der FC taumelt, Hertha tanzt. Und über allem schwebt dieser eine Schlenzer von Reese – ein Treffer, der nicht nur die Partie, sondern vielleicht sogar die Saison kippt.
OZD/SID
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