Wirecard-Anleger gehen leer aus
Das Bayerische Oberste Landesgericht weist Schadensersatzansprüche gegen EY zurück. Die Hoffnungen tausender Geschädigter schwinden weiter.
Das Bayerische Oberste Landesgericht weist Schadensersatzansprüche gegen EY zurück. Die Hoffnungen tausender Geschädigter schwinden weiter.
Einer der größten Wirtschaftsskandale der Bundesrepublik wächst sich wohl aus zum Spionagefall: Der ehemalige Wirecard-Vorstand Jan Marsalek soll Medienberichten zufolge jahrelang für russische Geheimdienste aktiv gewesen sein.
Wirecard soll über Jahre Scheingeschäfte in Milliardenhöhe verbucht haben
Betrüger und Flüchtiger Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek schreibt an Gericht
"... Wirecard versuchte, die Gesetze des Marktes mit Manipulation auszuhebeln", sagte der Kronzeuge und Ex-Manager.
wirecard-Prozess gegen früheren Konzernchef Markus Braun hat begonnen
Der Fall ist einer der größten Wirtschaftsskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Die Staatsanwaltschaft München I erhebt Anklage gegen den früheren Wirecard-Chef Braun.
Olaf Scholz hebt die Fortschritte bei der Geldwäsche-Bekämpfung hervor.
Wegen Umgangs mit Durchsuchung von Ministerium
Nach der Schließung der Bremer Greensill Bank Anfang März hat die Finanzaufsichtsbehörde Bafin nun die Insolvenz des Geldinstituts beantragt.
In der Aufarbeitung des Wirecard-Skandals hat am Donnerstag in Berlin die Befragung des früheren Unternehmenschefs Markus Braun vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschusses begonnen.
"Es kann nicht sein, dass wir bei unseren wichtigsten Wirecard-Zeugen auf den persönlichen Eindruck verzichten", sagte Matthias Hauer (CDU), der "Süddeutschen Zeitung", NDR und WDR.
Politiker von CSU, FDP und Grünen warfen Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) eine Mitverantwortung für den Skandal bei Wirecard vor. Scholz selbst sieht sich durch den Bericht allerdings bestätigt.
Marsalek hatte sich laut BKA in den Tagen nach dem Auffliegen des Skandals und seiner Freistellung als Vorstand mutmaßlich ins Ausland abgesetzt.
Der Wirecard-Skandal hat auch die Deutsche Börse auf dem falschen Fuß erwischt. Als erstes Unternehmen im Deutschen Aktienindex (Dax) überhaupt meldete der Münchner Zahlungsdienstleister im Juni infolge des mutmaßlichen Milliardenbetrugs Insolvenz an.
"Der Wirecard-Skandal ist so groß, dass weitere Akteure zu befragen sind, auch aus dem Bundeskanzleramt", sagte die Ausschussvorsitzende Katja Hessel (FDP).
Scholz "Konsequenzen" aus dem milliardenschweren mutmaßlichen Bilanzbetrug bei dem mittlerweile insolventen Münchner Finanzdienstleister. Dazu seien schnelle Reformen nötig. Nötig seien insgesamt mehr Kompetenzen für die Finanzaufsicht.
Die Sondersitzung am Mittwochnachmittag sei die "letzte Chance für die Regierung, einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss abzuwenden", sagte der finanzpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion
"Die parlamentarische Aufklärung des Wirecard-Skandals muss noch in der Sommerpause vorangebracht werden", erklärte Paus. Dabei müsse nun auch die "politische Verantwortung" aufgearbeitet werden, begründete die Grünen-Finanzpolitikerin die Ladung von Scholz und Altmaier.
"Es geht zunächst mal darum, die Firma, Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Ein vereinfachter Narrativ hilft da." Er betonte: "Also einer muss schuld sein - und ich qualifiziere mich ganz ausgezeichnet dafür."
Die Staatsanwaltschaft München ging einem Verdacht der Geldwäsche bei Transaktionen für Online-Pokerwebsites nach. Das Verfahren wurde zwei Jahre später eingestellt.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will als Konsequenz aus dem Wirecard-Bilanzskandal die deutsche Finanzaufsicht umbauen. Es sei jetzt die Aufgabe des Gesetzgebers, "die Schutzmechanismen zu überprüfen und zu verbessern", sagte Scholz
Brüssel fordert in Wirecard-Skandal Untersuchung durch EU-Aufsichtsbehörde
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Altmeier fordert umfassende Aufklärung